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BEING A WOMAN AFTER GIVING BIRTH

… kurz nach der Geburt meiner beiden Kinder entstand diese Fotoserie. Die Bilder sind analoge Fotos. Die Farbveränderung entsteht durch meine Wahl einen Farbdiafilm nicht wie gewöhnlich mit dem E6-Verfahren, sondern mit der Farbnegativfilmentwicklung (C-41Verfahren) zu entwickeln. Der Zufall spielt bei analog fotografierten Selbstportraits eine sehr große Rolle, da es ja kein Display gibt. Das „Nicht-wissen-wie-es-ausgeht“ macht die Bilder noch unmittelbarer.

Als Location wählte ich das Badezimmer. Im Gegensatz zur antiken öffentlichen Körperkultur zwang die Kirche im Mittelalter diese in den privaten Bereich. Oft dienten in der Malerei Badeszenen als äußerer Rahmen für erotische Frauenakte. Männliche Fantasien wurden in religiöse und mythologische Themen verpackt.

Der Madonna-Hure-Komplex,  also das männliche Unvermögen eine Frau sexuell anziehend zu finden, wenn sie sich fürsorglich um Haushalt und Kinder kümmert . Auch darüber habe ich mir in der Serie Gedanken gemacht.

Es geht bei diesen Fotos um meine Identifikationssuche nach der Geburt meiner Kinder. Die Bilder stehen für Unsicherheit und Überforderung, für Körperveränderungen aber auch für die Wiederfindung meines sexuellen Bewusstseins und die Möglichkeit mich darüber zu definieren.

Christa Knott