Alles wird gut

Christa Knott: Statements zu meinen Fotografien

„…mir ist die Fotografie allein zu wenig – dieser extrem kurze Moment, indem die Aufnahme entsteht „zu wenig“…mir ist der Akt des Herausschälens, Freilegens, des von der Umgebung  Befreiens und Platzierens wichtig. Dieser aufwendige, sehr genaue, langwierige Prozess (ich stelle meine Tiere pixelgenau Haar für Haar frei) ist aber für mich genauso unverzichtbar wie die Suche, das Drapieren und Platzieren der Objekte und dann das Fotografieren…

 

„Schwarzer Hintergrund, Schattenlosigkeit, natürliche Abbildungsgröße 1:1 und größer, die Grundlinienbefreiung – das Schweben der Objekte im Raum und auch die Lageveränderung ist essentiell.“

 

„Schwarzer Hintergrund und nicht weißer: Anfänglich waren meine Arbeiten mit weißem Hintergrund versehen, aber ich möchte den Anschein der „wissenschaftlichen“ Aufzählung, das Enzyklopädiehafte für meine Arbeiten nicht.“

 

„Eingreifen, Verändern ohne die Realität des Fotos zu verlassen ist ein weiterer Aspekt genauso wie die Ästhetik… die Nichtakzeptanz von Vorgefundenem ist wichtig…“

 

„Meine Bilder sind ästhetische skulpturale Stillleben, die die Endlichkeit und Vergänglichkeit thematisieren.“

 

 

„Ich zeige nix Schlimmes, nix negatives, denen geht es gut…daher der Titel „alles wird gut“

Für mich sind es Skulpturen… der Schöpfungsakt, das Spiel mit der Natur …“

„Sowie Leonardo (da Vinci) Studien am Meer für Faltenwurf macht – hab ich den Kadaver als Grundlage für meine Skulpturen…“

 

„Es ist eine Herausforderung: ich stelle mir die Skulptur vor…schick hergerichtet…“

„…die hab´ ich drapiert…“

„… mir graust vor gar nix mehr“…“

„Meine Fotos gehören zum Genre Stillleben, wobei weder Nahrung, Jagd oder Vergänglichkeit noch carpe diem, Vanitas und Memento mori – Begriffe thematisiert sind – sehr wohl aber die Schönheit der toten Tiere“

 

„Inszenierte Fotographien mit ästhetischer Bildregie…“

 

„Bei mir geht es um Prozesse (Suchen, Freistellen, Verändern Schöpfen) und Ästhetik und natürlich auch um Fotografie (realistische Momentabbildung).

Unter diesen Voraussetzungen werden die vordergründig traurig oder ekelig wirkenden Bilder positiv besetzt – alles ist gut!“

 

Aus Gesprächen und Mails zwischen Christa Knott und Dagmar Czak im Februar 2012